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2. Zen Tag

14.April 2012

Entspannung und Zen

Zen Meditation ist vollkommenes Loslassen und eine Tiefe der Entspannung, die wir normalerweise nur im Tiefschlaf erleben. Während der Zeit der Meditation laden wir uns mit einer enormen Menge an Lebensenergie auf, da sämtliche Bereiche der gedanklichen und emotional aufregenden Aktivitäten endlich zur Ruhe kommen.
Wir haben normalerweise keine Schwierigkeiten damit, Hochleistungen zu erbringen und uns extrem anzustrengen. Unser Problem ist jedoch, im Anschluss danach herunter zu fahren und den Arbeitsspeicher wieder frei zu machen. Genau das ist jedoch auf Dauer äußerst gesundheitsschädlich, da wir uns so in einem Zustand ständiger Anspannung und Aufregung halten und schließlich überhaupt nicht mehr zur Ruhe kommen können. Die bekannten Phänomene des Burnout sind die natürlichen Folgeerscheinungen einer derartigen Kultur der ständigen Abforderung von Hochleistungen ohne das notwendige Regulativ der Entspannung.

  In der Zen Meditation lernen wir, uns einen bestimmten Zustand nutzbar zu machen, der es ermöglicht, jederzeit und unter allen Umständen zu entspannen, ohne dabei die Aufmerksamkeit zu verlieren. Bekannt ist dieser Zustand aus den Grenzbereichen des Einschlafens und Aufwachens und mithilfe der Zen Meditation erlernen wir, so tief zu entspannen ohne jedoch dabei einzuschlafen. Das absichtliche Verweilen in diesem Zustand ohne aufgeregte gedankliche und emotionale Aktivität, jedoch bei gesteigerter Wahrnehmungsfähigkeit bewirkt schon bald ein dauerhaftes Gefühl des körperlichen und psychischen Wohlbefindens, der Ruhe und Erleichterung bis hin zu grundlos auftretenden und spontanen Glücksempfindungen. Auch wenn sie noch nicht das letztendliche Ziel des Zen darstellen, so sind diese immer häufiger auftretenden Momente der tiefen Freude und Gelassenheit doch ein willkommener „Nebeneffekt“ der Zen Meditation, den man sich ruhig häufig gönnen sollte.

Zur Meditation sind keinerlei besondere Körperliche Fähigkeiten notwendig und das Sitzen auf einem Stuhl oder Hocker ist genauso praktikabel wie auf einem Sitzkissen in der klassischen Meditationshaltung.

 

Seminarinhalte:

  • unterschiedliche Methoden der Ruhemeditation (Shamatha)
  • Methoden zur Stressreduktion und Stressvermeidung
  • grundlegende Einführung in die Zen Meditation
  • Gemeinsame Meditation (Zazen)
  • Auf Wunsch persönliche Anleitung unter vier Augen

 

Zeit:    Samstag 14.April 2012         von 10:30 Uhr bis 18:00 Uhr  (mit Mittagspause)

Ort:    Zen-Kreis-Kiel e.V. , 24118 Kiel, Grasweg 30 - 32

Teilnahmegebühr:    77 € pro Person

Weitere Informationen und/ oder Anmeldung unter This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

 




3. Zen Tag

16.Juni 2012

Philosophie des Zen

Das theoretische Lehrgebäude des Zen Buddhismus ist in der „Schule des Mittleren Weges“ von Nagarjuna begründet sowie in der Lehre von den acht Bewusstseinsarten der „Nur Geist Schule“.

Wenn Zen Meditation ohne die Kenntnis dieser beiden wichtigsten philosophischen Richtungen des Mahayana Buddhismus praktiziert wird, ist die Gefahr groß, dass Zen zu einer zeitweiligen Methode der körperlichen und psychischen Leistungssteigerung verflacht. Ohne eine zumindest ansatzweise Kenntnis der Lehren der beiden großen Zen Meister Ôbaku und Rinzai ist es nicht möglich, den Zen Buddhismus in seiner ganzen Tiefgründigkeit zu verstehen. Und so grundlegende Phänomene wie die „Leerheit“ (Shûnyatâ) und „Erleuchtung“(Kenshô/ Satori) können leicht aus Unwissenheit in Richtung der beiden Extreme des Nihilismus und des Eternalismus (Ewigkeitsglaube) fehlinterpretiert werden.

 In der Lehre von den acht Bewusstseinsarten geht es methodisch vorrangig um die Umwandlung der 7. Bewusstseinsart, dem Ego-Bewusstsein, als das Durchgangstor zum Erlebnis der Einheit allen Seins sowie der Entdeckung der Todlosigkeit und des nichtendenden Nirvanas.

Die Lehre vom Mittleren Weg des Meisters Nâgârjuna zielt ab auf die Durchdringung der oberflächlichen Wahrnehmungsweise und das Widerlegen der Behauptung von absoluten Wahrheiten in der Philosophie und den Religionen.

 Obwohl im Zen das eigene Erleben und die direkte Erkenntnis weit höher geschätzt wird als theoretisches Wissen, so ist doch für unser persönliches Verständnis von philosophischen, psychologischen und schließlich auch therapeutischen Zusammenhängen die Kenntnis der Sichtweise des Zen Buddhismus ein unschätzbarer Gewinn.

Die umfassende und gleichzeitig einfache und direkte Sichtweise des Zen eröffnet völlig neue Möglichkeiten zur Erkenntnis individueller wie auch kollektiver globaler Wirklichkeiten und eingebettet in die persönliche Erfahrung der praktischen Meditation ist das Wissen wie auch das „Nicht-Wissen“ der Zen Meister ein Universalschlüssel zur zweifelsfreien Erfahrung der Wirklichkeit jenseits aller Theorie.

Zur Meditation sind keinerlei besondere Körperliche Fähigkeiten notwendig und das Sitzen auf einem Stuhl oder Hocker ist genauso praktikabel wie auf einem Sitzkissen in der klassischen Meditationshaltung.

Seminarinhalte:

  • grundlegende Einführung in die Zen Meditation
  • Zen-Meditation (Zazen)
  • Vortrag über die beiden philosophischen Wurzeln des Zen Buddhismus
  • freie Diskussionsrunde
  • Auf Wunsch persönliches Gespräch unter vier Augen


Zeit:    Samstag 16.Juni 2012         von 10:30 Uhr bis 18:00 Uhr  (mit Mittagspause)

Ort:    Zen-Kreis-Kiel e.V. , 24118 Kiel, Grasweg 30 - 32

Teilnahmegebühr:    77 € pro Person

Weitere Informationen und/ oder Anmeldung unter This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

 




4. Zen Tag

18.August 2012

Mystik des Zen

Inmitten der Hektik unseres Alltagslebens, doch völlig ungestört davon und unerreicht von den wissenschaftlich-rationalen Erklärungsversuchen der Forschung existiert ein Bewusstseinsuniversum, das man unmöglich erklären, aber jederzeit erleben kann. Im Zen ist dieser Weg bekannt als die innere Reise durch die Stufen des Samadhi (geistige Versenkung) und wird seit Jahrhunderten gelehrt, angefangen von der reinen Geistesbeobachtung bis hin zur Grenze des Bewusstseins. Unabhängig von jeglichen Glaubensvorschriften und jeglicher Doktrin bietet der Zen Buddhismus durch seine einfache und direkte Methode des Sitzens in Stille einen geeigneten Weg für jeden psychisch gesunden Menschen, um die grenzenlose Weite des inneren Universums zu entdecken.

In einer Welt, die zunehmend von nüchternen Zahlen, wirtschaftlichen Zwängen und fast schon abgöttischer Wissenschaftsgläubigkeit bestimmt wird, treibt die Suche nach mystischen Einheitserfahrungen und die Wiederbegegnung mit dem „Heiligen“ die buntesten Blüten. Der kurze Blick in die Regale für Esoterik und Lebens-Ratgeber der Buchhandlungen bietet schon einen ersten Eindruck von der Fülle und Relevanz dieses unvergleichlichen Wachstumsmarktes.

    In den Schriften von Meister Eckehard, aus Büchern wie denen von Graf Dürckheim und Eugen Herrigel sowie den Schilderungen des Krimi-Autors J.W. van der Wetering aus zwei Zen Klöstern existieren Darstellungen von mystischen Erlebnissen, die uns einen kleinen Einblick vermitteln, wieweit das Erleben der allgegenwärtigen Transzendenz gehen kann. Wenn in den Schriften der christlichen Mystiker von Gotteserfahrungen die Rede ist, so haben wir es mit einem vergleichbaren Phänomen zu tun, das im Zen Buddhismus als Erleuchtungserfahrung (Satori bzw. Kensho) bezeichnet wird. Und wenn im Christentum vom Paradies die Rede ist, so existiert im Buddhismus das Äquivalent des Nirwana, des Bereiches der Todlosigkeit, des reinen Landes bzw. des Buddhafeldes. Der Unterschied zur christlichen Vorstellung besteht lediglich darin, dass dieses Buddhistische Paradies nicht erst im Jenseits auf uns wartet, sondern bei ausreichender Hingabe und genügend Vertrauen (hauptsächlich in die eigenen Fähigkeiten) schon hier und jetzt, in diesem Leben und in diesem Körper erreicht werden kann. In diesem Punkt sind sich die Mystiker aller Religionen einig und auch das transzendente Erlebnis selbst ist für alle das gleiche, was bedeutet, dass es nur einen Zustand der vollkommenen Freiheit und Freude gibt, und dieser Zustand ist weder christlich noch buddhistisch noch islamisch oder jüdisch, sondern einfach so, wie er ist. Alle Religionen sind vor diesem Hintergrund lediglich Worte und rituelle Hilfsmittel, sie sind lediglich der Finger, der auf den Mond zeigt, nicht der Mond selber. Das Ziel der Zen Praxis ist das direkte Erlebnis dieser Erleuchtungserfahrung und die anschließende Verwirklichung im alltäglichen Leben zum Wohl aller fühlenden Wesen, der Umwelt und auch zum eigenen Wohl.

Zur Meditation sind keinerlei besondere Körperliche Fähigkeiten notwendig und das Sitzen auf einem Stuhl oder Hocker ist genauso praktikabel wie auf einem Sitzkissen in der klassischen Meditationshaltung.

 

Seminarinhalte:

  • Grundlegende Einführung in die Zen Meditation
  • Gemeinsame Meditation (Zazen)
  • Vortrag zum Thema Mystik des Zen
  • Auf Wunsch persönliches Gespräch unter vier Augen

 

Zeit:    Samstag 18.August 2012         von 10:30 Uhr bis 18:00 Uhr  (mit Mittagspause)

Ort:    Zen-Kreis-Kiel e.V. , 24118 Kiel, Grasweg 30 - 32

Teilnahmegebühr:    77 € pro Person

Weitere Informationen und/ oder Anmeldung unter This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

 

 


 

5. Zen Tag

8.September 2012

Zen zur Stärkung der Selbstheilungskräfte

Neueste Untersuchungen scheinen zu belegen, dass eine wiederholt angewandte Praxis der Meditation sehr wohltuend für Körper und Psyche ist und darüber hinaus eine unerschöpfliche Quelle für immer häufiger auftauchende Glücksgefühle werden kann.

   Unser Körper wie auch unsere Psyche, die beide eine untrennbare Einheit darstellen, haben auf der tiefsten Ebene eine Instanz in sich, die praktisch automatisch für unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit sorgt, wenn wir es nur zulassen. Das Problem ist nicht, dass irgendjemand diese Instanz nicht hätte, sondern dass die meisten von uns den Kontakt zu ihr verloren haben und stattdessen häufig lieber Zuflucht zu Medikamenten suchen ohne zu bedenken, dass damit lediglich die Symptome gemildert werden ohne die Ursachen des Leidens zu beseitigen. Wenn wir jedoch erkannt haben, dass die weitverbreiteten Symptome der Überlastung durch Stress und des nachfolgenden Burnout Symptoms eine direkte Folge davon sind, dass wir es verlernt haben, zu entspannen und abzuschalten, sollten wir uns schon darum bemühen, diese verloren gegangene Fähigkeit wieder zu erlernen.

    In der Meditation, dem einfachen Sitzen in Stille, geben wir unseren Selbstheilungskräften die Möglichkeit, das Ungleichgewicht im Körper und in der Psyche wieder ins Lot zu bringen und steigern darüber hinaus auch unser Selbstvertrauen, da für diese Form der Selbstheilung kein Arzt oder Therapeut benötigt wird. Die Heilung geschieht sozusagen aus eigener Kraft. Zur Meditation sind keinerlei besondere Körperliche Fähigkeiten notwendig und das Sitzen auf einem Stuhl oder Hocker ist genauso praktikabel wie auf einem Sitzkissen in der klassischen Meditationshaltung. Nach der gründlichen Einführung in alle Einzelheiten der Meditation können Sie jederzeit für sich zu Hause diese unerschöpfliche Quelle der Lebensenergie, der Ruhe und Freude genießen.

Zur Meditation sind keinerlei besondere Körperliche Fähigkeiten notwendig und das Sitzen auf einem Stuhl oder Hocker ist genauso praktikabel wie auf einem Sitzkissen in der klassischen Meditationshaltung.

 

Seminarinhalte:

 

  • Vortrag über die Grundlagen der Meditation
  • Grundlegende Einführung in die Zen Meditation
  • gemeinsame Meditation (Zazen)
  • Auf Wunsch persönliche Anleitung unter vier Augen

 

 

Zeit:    Samstag 8.September 2012         von 10:30 Uhr bis 18:00 Uhr  (mit Mittagspause)

Ort:    Zen-Kreis-Kiel e.V. , 24118 Kiel, Grasweg 30 - 32

Teilnahmegebühr:    77 € pro Person

Weitere Informationen und/ oder Anmeldung unter This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

 

 


 

 

6. Zen Tag

10.November 2012

Zen und die westliche Tradition

Nach den Erfahrungen der historischen Entwicklung in China, Japan und Tibet steht auch uns eine neue Epoche bevor, in der eine Verschmelzung einheimischer Traditionen mit dem Buddhismus stattfinden wird. Es ist gut, wenn wir uns bei dieser Gelegenheit unvoreingenommen und wertungsfrei mit unserer christlichen und vorchristlichen Geschichte befassen. Schließlich sind wir keine unbeschriebenen Blätter, die nur auf die Einführung der buddhistischen Kultur gewartet haben, sondern können auf eine Jahrtausend alte Kultur zurückblicken, die den Vergleich mit der asiatischen Kultur in keiner Weise zu scheuen braucht.

Entgegen einem weitverbreiteten Irrtum ist es nicht so, dass es im Zen und im Buddhismus keinen Platz für Göttinnen und Götter gäbe, denn wenn wir uns den Buddhistischen Pantheon in Tibet und Japan anschauen, so ist er von einer ganzen Heerschar von weiblichen und männlichen Gottheiten und Halbgöttern bevölkert. Im Gegensatz zu den monotheistischen Religionen sind dem Zen Buddhismus allerdings Gottesvorstellungen fremd, die miteinander konkurrieren. Der Himmel des Zen Buddhismus ist nicht einem einzigen Gott vorbehalten, der eifersüchtig und strafend darüber wacht, dass niemand ihm diesen Platz streitig macht, der also keine anderen Götter neben sich duldet.

Es ist zu erwarten, dass auch bei uns eine gegenseitige familiäre Aufnahme statt eines Kampfes der Religionen stattfinden wird, zumindest was den Buddhismus betrifft und das Auftreten zeitgenössischer Zen Meister, die ursprünglich aus der christlichen Tradition gekommen sind, ist ein erstes Anzeichen dafür. In den asiatischen Ursprungländern des Zen Buddhismus und besonders in Japan ist es überhaupt kein Widerspruch, wenn nicht gar die Regel, dass die Anhänger der verschiedenen buddhistischen Richtungen gleichzeitig Ausübende des Shintoismus und des Christentums sind.

Zur Meditation sind keinerlei besondere Körperliche Fähigkeiten notwendig und das Sitzen auf einem Stuhl oder Hocker ist genauso praktikabel wie auf einem Sitzkissen in der klassischen Meditationshaltung.

 

Seminarinhalte:

  • Grundlagen der Zen Meditation
  • Vortrag über die Vereinbarkeit von Zen und westlicher Tradition
  • gemeinsame Meditation (Zazen)
  • Gesprächsrunde
  • Auf Wunsch persönliches Gespräch unter vier Augen

 

 

Zeit:    Samstag 10.November 2012         von 10:30 Uhr bis 18:00 Uhr  (mit Mittagspause)

Ort:    Zen-Kreis-Kiel e.V. , 24118 Kiel, Grasweg 30 - 32

Teilnahmegebühr:    77 € pro Person

Weitere Informationen und/ oder Anmeldung unter This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.